„Geplante Obsoleszenz“ – Haltbarkeit bei Unterhaltungselektronik

„Geplante Obsoleszenz“ ist ein Begriff, der aktuell wieder für Aufregung sorgt. Der Vorwurf: Hersteller würden in ihre Produkte absichtlich „Sollbruchstellen“ einbauen damit diese kurz nach Ablauf der Garantie ausfallen. Dieser geplante Ausfall bei elektronischen Geräten ist aber schwer zu beweisen. Es wird hierbei oft über die Hersteller als Schuldigen gesprochen, fast unerwähnt wird jedoch die Tatsache, daß der Kunde heutzutage immer weniger für seine Technik zahlen möchte. Getrieben vom Billig-Wahn der durch große Unternehmen in der Branche hervorgerufen und beworben wird sind viele immer auf der Suche nach dem nächsten Schnäppchen. Das treibt viele Hersteller dazu, bei den Produktionskosten zu sparen und auf eher billigere Bauteile zu setzen was wiederum an der Qualität des Produkts zehrt und dessen Langlebigkeit verringert. Auf der anderen Seite würden etwas hochwertigere Bauteile den Preis sicher nicht wesentlich in die Höhe treiben. Heutzutage kann die Auslastung der Bauteile sehr genau bestimmt werden, was zu einer knappen Bemessung führt. Früher hatte man diese Möglichkeiten nicht und hat die Teile großzügiger dimensioniert. Deshalb kostete auch ein Fernseher in den 70ern gemessen am durchschnittlichen Monatsgehalt auch deutlich mehr als heute. Effizienz hat eben auch ihren Preis.

Wir stellten in der Vergangenheit durchaus bei bestimmten Modellreihen fest, daß diese eine erhöhte Ausfallquote in der Garantie und danach hatten. Hier ist auch der Händler gefragt, der die Produkte aus dem Sortiment nehmen sollte sobald er Kenntnis davon erlangt. Für die Garantiefälle ist das für den Hersteller oft eine kostenintensive Sache, vom Imageschaden ganz zu schweigen.

Aber auch als Servicewerkstatt ist es für uns immer schwieriger an hochwertige Bauteile zu kommen. Die Hersteller von Kondensatoren, Widerständen & Co. produzieren immer einfacher und billiger, ohne daß die Werkstatt als Kunde das möchte.

2013-04-03T21:43:44+01:00