Beratungsgebühr vs. Internetkauf

So manch ein Händler von TV/Hifi-Produkten hat sich sicher schon über Kunden geärgert, die sich im Laden ausführlich beraten lassen und im Internet kaufen. Deshalb ist eine „Beratungsgebühr“, die beim Kauf verrechnet wird, so manch einem eine Überlegung wert. In Zeiten der Preistransparenz im Internet scannen Kunden sogar im Laden die Ware, um auf dem Handy sofort den billigsten Internetpreis zu ermitteln und gleich online zu bestellen. Was einerseits eine tolle Sache für Schnäppchenjäger ist ärgert jeden Fachhändler. Denn der hat beratendes Personal angestellt, hat die Ware in Laden ausgestellt und muß trotzdem versuchen mit Internetshops zu konkurrieren, die oft nicht einmal die Ware auf Lager haben sondern vom Großhändler direkt zum Endkunden vermitteln. Oft schwanken die Preise schneller, als sie vor Ort ausgezeichnet werden können. Eine kompetente Einrichtungshilfe nach dem Kauf ist meist auch nicht inklusive. Dennoch stellen wir uns wie auch viele andere Fachhändler dem Mitbewerb aus dem Netz. Insofern ist eine Beratungspauschale dann sinnvoll, wenn der Kunde den günstigsten Preis von seinem Fachhändler bekommt und nur für die Dienstleistung „Beratung und Vorführung“ einen Obulus zahlt. Noch gibt es so etwas in Deutschland nicht, aber vielleicht ist das eine Alternative zum Internetkauf?

2013-04-16T18:49:08+01:00