Was bedeutet HEIMKINO?


Die moderne Technik (DVD, Projektor, 5.1-Ton) ermöglicht es, Kino "nach Hause zu holen". Ein Erlebnis ähnlich dem im Kino wird so möglich. Auch eine Integration in z.B. Wohnzimmer ist heute sehr gut möglich. Höchstwertige Lösungen können auch in einem separaten Raum untergebracht werden (Kellerraum).
Die Systeme sind mutifunktionell: Man kann sich seine Lieblingsfilme anschauen oder "nur" Fernseh-Gucken. Man kann im Internet surfen oder ein Computerspiel "zocken". Das Erleben der grossen Bilder und des 3D- Tons versetzt den Betrachter mitten ins Geschehen. Die ganze Familie hat Spaß, man schaut sich gezielt gemeinsam Programme an. Die beiläufige Berieselung findet nicht mehr statt. Das Zusammenwachsen von Fernsehen, Computer und Telekomunikation birgt neues Potenzial: Ein System arbeitet als zentrale Einheit. Gemeinsame Komponenten werden gemeinsam genutzt. Zentraler "Baustein" ist der Bilschirm: Immer weiterführende Entwicklungen bringen heute Displays (Projektoren, Plasmas, Rückprogeräte, TFT- Displays) hervor, die bei der Nutzung als reine Fernsehgeräte hoffnungslos unterfordert sind. Ihr hohes Auflösungsvermögen ist für wesentlich mehr geeignet....


HDTV und HEIMKINO

"Film ist das Leitmedium unserer Zeit"

HDTV (HighDefinitionTeleVision) steht in der Diskussion seit es Fernsehen gibt. Unsere heute verwendete Norm (PAL 625) wurde in ihrer Grundstruktur, die Auflösung betreffend, vor fast 60 Jahren entwickelt. 1968 wurde unsere Fernsehnorm "bunt". Bis heute hat sich aber an der Auflösung nichts geändert, selbst Medien höchster Güte, wie die DVD oder digitales Fernsehen (DVB) haben daran (noch) nichts geändert. In Pixel ausgedrückt vermag PAL 576x720 Pixel darzustellen. HDTV konnte anfänglich nur unter Vernachlässigung jeglicher Kompatibiltät zu bestehenden Systemen eingeführt werden. So wird in Japan seit Mitte der 80er-Jahre mit einer Norm (NTSCmuse) gearbeitet, die den Interessierten dazu zwang, sein gesamtes Equipment zu erneuern. Der Nichtinteressierte konnte (und kann bis heute) das Programm auf seinem "alten" Fernseher nicht anschauen. Sämtliche Versuche hierzulande scheiterten aufgrund dieser nicht vorhandenen "Rückwärtskompatibilität". Mancher erinnert sich noch an HDTV- Vorführungen in den T-Punkt-Läden Ende der 80er-Jahre. Die Telekom hatte Pläne, HDTV ins Kabelnetz einzuspeisen... Man suchte weiter nach einer Möglichkeit der Rückwärtskompatibiltät, Benutzer "alter" Geräte sollten sollten nicht zum Kauf eines neuen Gerätes "zwangsverpflichtet" werden, Interessierte sollten aber in den Genuss schärferer Bilder kommen. Man erfand PALplus. Jedoch war der Zugewinn an Auflösung marginal und auch nur im damals wenig populären 16:9- Format darstellbar. Außerdem waren die Decoder teuer.
Erst mit der Einführung des digitalen Fersehens 1995 (DVB: DigitalVideoBroadcasting) wurden neue Wege denkbar. Da in jedem Empfänger ein sogenannter Videoencoder-Chip sitzt, ist die Möglichkeit gegeben eine 100%ige Rückwärtskompatibilität ohne hohe Kosten zu erreichen. Anwender mit normalen Fersehern können in gewohnter Qualität weiterschauen, Anspruchsvolle Nutzer können bei Verwendung eines entsprechenden Gerätes von der hohen Auflösung profitieren. Der digitale Chip im Empfänger ist in der Lage aus jeder eingehenden Größe eine beliebige Ausgangsgröße zu errechnen.
Anfänglich hat man jedoch die wenigen zur Verfügung stehenden Kanäle (Satellit ASTRA 1E) für die Übertragung von "normalen" Programmen genutzt. Masse statt Klasse.
Ein kleiner Vergleich: Ein normaler Sender benötigt bei guter Qualität ca. 4 Mbit/sec. Ein HDTV- Kanal in MPEG-2 benötigt mindestens 20 Mbit/sec.
Heute senden im "Free-TV" ProSieben HD, SAT 1 HD und Anixe HD als deutschsprachige HD-Sender abgesehen von dem Testsender Astra HD. Premiere bietet insgesamt zwei HD-Kanäle an, Premiere Film HD und Premiere Sport HD und sind sogar im Kabelnetz empfangbar.
Da DVB (digitales Fernsehen) vom bundesdeutschen Kabinett als Sendenorm verabschiedet wurde, sind in Zukunft alle nur erdenklichen Auslösungen realisierbar. Normiert sind im Kern zwei: Die angesprochenen 1080i und die ohne Zeilensprung (=progressiv) arbeitende Norm 720p (1280x720 Pixel). Speziell für die letztgenannte Norm sind heute Wiedergabegeräte (Displays) ab ca. 1.000,- Euro zu bekommen. Thoretisch steht einer Massenvermarktung nichts im Wege. Neben der Möglichkeit des Empfangs hochauflösender Programme gibt es weitere interesante Medien: Die BluRay von SONY ist eine CD-grosse Scheibe, die eine deutlich höhrere Speicherkapazität besitzt als die DVD. Die HD-DVD hat die eine ähnlich hohe Speicherkapazität. Ferner wurde 2001 in USA ein System eingeführt, das auf eine D-VHS- Kassette HDTV in höchster Qualität abspeichern kann. Das letzgenannte wurde aber in Europa nie eingeführt. Camcorder in HDTV für eigene Aufnahmen sind längst verfügbar.
Alle diese aktuellen Verfahren zur Darstellung von HDTV kann HEIMKINO in St. Ingbert demonstrieren. Wir veranstalten Wokshops zum Thema. Keine Beschreibung in irgendeinem Internet-Forum kann das Erlebbare beschreiben. Grosses Bild mit Ton aus allen Richtungen ist echtes Kino. Ganz so, wie es sich der Regisseur eines großartigen Filmes vorgestellt hat. Film ist das Leitmedium unserer Zeit.

 

 

 

 

 

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